Die kleine Fee

Eine kleine Winter-🌞Sonnwend-Geschichte

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Die kleine Fee
Es war einmal eine kleine Fee.
Die kam von den 7 Seen.
Und dem 1000jährigen Wald.

Sie kam in die Stadt.
Denn sie musste fliehen.
Denn der Wald war abgeholzt worden.
Denn die vielen Menschen brauchten ja Platz
zum Wohnen und Holz zum Heizen.
Die Seen waren vergiftet,
wegen der Industrie.
Denn die Menschen mussten ja arbeiten,
um Geld zu verdienen.
Und ihr Essen produzieren
mussten sie auch.

Sie kam und fand sich nicht zurecht.
Sie blickte in leere Gesichter
und wurde selber leer und verzweifelt.

Aber eines Tages fing sie an zu singen.
Und sie sah, dass die Menschen verstanden.
Sie lehrte sie das Singen im Kreis
und das Tanzen.
Sie lehrte sie die Lieder der Tiere und Pflanzen.
Von Himmel und Erde.

Und die Menschen begannen sich wieder zu erinnern.
Da richteten sich einige der Menschen auf
und begannen zu erzählen.
Ihre eigene Geschichte.
Und siehe da,
sie waren selber einst
Feen und Elfen gewesen.
Vor langer Zeit vertrieben.
Von ihrem Heimatland.

Und sie nahmen sich an den Händen,
lachten und weinten.
Und gingen zu den Tieren und Pflanzen,
um sich zu entschuldigen
und ihnen wieder zuzuhören.
Und sie legten ihre Zigaretten weg
und ihren Alkohol.
Denn sie begannen wieder die Erde
unter ihren Füßen zu spüren.
Und dass sie hier zu Hause waren.
Und weil sie die Hände frei haben wollten,
um sie einander zu reichen.

Und sie setzten sich zusammen
und fingen an zu reden.
Was sie so stört.
Und was ihnen so weh tut.
Und was sie sich so wünschen.
Und was ihnen so abgeht.
Und dann am nächsten Tag
fingen sie an es gemeinsam umzusetzen.
Da musste die kleine Fee dann
auch nicht mehr traurig und einsam sein.

text: Karin Höllinger – klein.wort.poesie
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illustration: www.kleinortgruen.at